Lebst Du nur oder glaubst Du schon?

Erntedank - Bild vergrössern

Informationen zum Thema Glauben und Leben

Wer bin ich? Wofür lebe ich? Was kommt auf mich zu? Gibt es einen roten Faden in der Geschichte meines Lebens oder bleibt alles Fragment, bruchstückhaft? Heute hier und morgen dort?

Christlicher Glaube wagt eine grundlegende Antwort: Menschliches Leben hat Sinn - und es macht Sinn zu leben. Die ungezählten Puzzlesteine, das Hin und Her, Glück und Unglück, Freude und Trauer, Erfolg und Versagen ergeben letztendlich ein Bild, das man sich so nicht vorstellen konnte. Die Wege, die wir gehen (müssen), haben ein Ziel. Glaube und Hoffnung sind Geschwister.

Am Stammtisch und in der U-Bahn ist zu hören: "Glauben heißt nichts wissen" - stimmt! Bei unserem christlichen Glauben geht es nicht um Wissen oder Nichtwissen, um ein Plus oder Minus, um richtig oder falsch. Das Stichwort heißt: Vertrauen zu Gott, dem Grund des Lebens.

Dieser Glaube muss (mit-) wachsen. Entsprechend dem Lebensalter. Weil Konfirmationsanzug und Kleid 40jährigen einfach nicht mehr passen können. Es hat Entwicklung gegeben. Lebenserfahrungen sind gemacht worden.

Doch trotz allen Wachstums: Vertrauen hat man nicht ein für alle Mal! Sozusagen statisch. Als unangreifbaren Besitz. Wir Menschen erleben, dass Vertrauen kommt und geht. Es ist oft wie eine Welle, die anbrandet, einen umspielt, erfrischt, mitreißt; um sich dann wieder zurückzuziehen und uns zurückzulassen - allein, gerade dann, wenn man Glaube sehr nötig hätte. Glaube begegnet uns in unserer Biographie als dynamische Kraft und als Mangel.

Auf vielfältige Weise feiern und bedenken wir dieses - doch wechselhafte - glaubende Vertrauen. In den Gemeinden vor Ort und bei übergemeindlichen Veranstaltungen im Dekanat Ansbach. Bei Gottesdiensten und kirchenmusikalischen Veranstaltungen z.B., durch gelebte Ökumene mit unseren christlichen Geschwister-Kirchen und mit verschiedensten Gesprächs- und Bildungsangeboten. Dabei sind wir immer wieder Gebende und Nehmende.