Verabschiedung von Regionalbischof Helmut Völkel
Vespergottesdienst zur Verabschiedung von Regionalbischof Helmut Völkel am Sonntag, den 15.Februar in der Gumbertuskirche Ansbach
Vor gut einem Jahr visitierte Regionalbischof Helmut Völkel das Dekanat Ansbach. Nun wurde er im Rahmen eines Vespergottesdienstes in St. Gumbertus am vergangenen Sonntag um 15.30 Uhr verabschiedet.
Landesbischof Dr. Johannes Friedrich hat den Regionalbischof des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg aus seinem Amt verabschiedet. Nach sechsjähriger Tätigkeit als Regionalbischof übernimmt Völkel ab 1. April seine neue Aufgabe als Leiter der Personalabteilung im Münchner Landeskirchenamt.
Helmut Völkel (56) bekleidete seit 2002 das Amt des Regionalbischofs im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg. Der gebürtige Marktredwitzer begann seinen Dienst als Pfarrer 1978 in der Landgemeinde Röslau (Dekanat Wunsiedel), wechselte 1980 an die Versöhnungskirche Neustift in Passau, 1983 wurde er Studentenpfarrer an der Münchner Matthäuskirche. Von 1998 bis 2002 war Völkel Dekan in Landshut. Wenn Völkel zum 1. April seine neue Stelle als Personalchef der bayerischen Landeskirche antritt, betritt er vertrautes Terrain: Zwischen 1989 und 1998 war Völkel schon einmal tätig im Personalreferat- als Theologischer Referent, zuständig für Pfarrerinnen und Pfarrer.
Seine Tätigkeit als Regionalbischof hatte Völkel unter das Motto gestellt "Nahe bei Gott und nahe bei den Menschen". Neben den Grundaufgaben eines Regionalbischofs - Ordinationen, Visitationen und Gottesdienste zu besonderen Anlässen - lag Völkel vor allem die geistliche Existenz kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Herzen. Auf seine Initiative geht die Einrichtung eines Fränkischen Pfarrertages in Wildbad Rothenburg zurück, auch förderte er die Entstehung des "Evangelischen Konvents Kloster Heilsbronn". Völkel engagierte sich für die Entstehung des Museums "Kirche in Franken" in Bad Windsheim, sowie für das Vorhaben, im Kloster Heidenheim eine Begegnungs-, Bildungs- und Dokumentationsstätte über die Christianisierung Frankens einzurichten.
Mit mehreren Impulsen stärkte Völkel die Identität des großen Kirchenkreises Ansbach-Würzburg. Er initiierte einen "Empfang des Kirchenkreises", gab einen Kirchenkreiskalender heraus und regte zusammen mit anderen beim Münchner Sonntagsblatt eine Regionalausgabe Ansbach-Würzburg an. Neben der Arbeitsgemeinschaft der unterfränkischen Dekanate führte Völkel eine Arbeitsgemeinschaft der mittelfränkischen Dekanate ein. Ein besonderes Anliegen waren ihm neben dem bayerischen Kirchentag auf dem Hesselberg die regionalen Kirchentage -wie zuletzt der Unterfränkische Kirchentag der Dekanate Castell, Kitzingen und Markt Einersheim.
Gute ökumenische Kontakte pflegte Völkel zu den Diözesen Würzburg, Eichstätt und Bamberg - "in allen Wetterlagen", wie er sagt. Ein wichtiges Anliegen war ihm die Partnerschaft des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg mit der Upper Susquehanna Synod in Pennsylvania (USA). Fünfmal war der Kirchenkreis während Völkels Amtszeit Gastgeber für Synoden: Drei Tagungen der bayerischen Landessynode (2003 Würzburg, 2004 Heilsbronn, 2007 Ansbach), sowie zwei Tagungen der EKD-Synode (2006 und 2009 in Würzburg).
Völkel ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.