Start der Sammelaktion Brot für die Welt
Am ersten Advent wird die bundesweite Sammelaktion der evangelischen Kirchen „Brot für die Welt“ gestartet. Das Motto der 48. Aktion ist wie im letzten Jahr „fairgeben, fairsorgen, fairteilen. Gottes Spielregeln für eine gerechte Welt.“ Im Dekanat Ansbach wird für ein Versöhnungsprojekt in Ruanda gesammelt.
Am 1.Advent wird die bundesweite Sammelaktion der evangelischen Kirchen „Brot für die Welt“ gestartet. Die 48.Aktion steht unter dem Motto „fairgeben-fairsorgen-fairteilen. Gottes Spielregeln für eine gerechte Welt“. Im Mittelpunkt stehen dabei die Menschenrechte auf dem afrikanischen Kontinent.
Im Dekanat Ansbach wird in diesem Jahr für ein Versöhnungsprojekt in Ruanda gesammelt.
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Bilder aus Ruanda ( bitte anklicken, um sie zu vergrössern)
Im Spendenaufruf des Dekanatsbeauftragten für „Brot für die Welt“ , Pfarrer Markus Bellmann, schildert eine 41-jährige Mutter von drei Kindern, eine Tutsi, ihr Leid mit folgenden Worten: „Es waren nicht die Menschen, die das Schreckliche getan haben. Es war Satan“, sagt Josephine, die 41-jährige. Ihr Mann war Hutu. Während des Genozids hat die Familie ihres Mannes versucht, sie zu beschützen. Trotzdem ging man mit dem Messer auf sie los, und das, obwohl sie schwanger war. Ihr Mann wurde gefoltert. Josephine ist die einzige Überlebende ihrer Herkunftsfamilie. Als einer der Täter aus der Haft entlassen wurde, hat er die Alleinerziehende aufgesucht. Er bat sie um Entschuldigung. Konnte Josephine nach so viel Leid verzeihen? „Ich bin Christin und versuche, andere zu verstehen“, antwortet die Witwe. Sie schöpft ihre Kraft aus dem Glauben und aus ihrer Mitgliedschaft in einer Selbsthilfegruppe, die vom Lutherischen Weltbund (LWB) unterstützt wird.
Der Völkermord von 1994 hatte für Ruanda verheerende Folgen: Innerhalb von rund 100 Tagen wurden mindestens 800.000 Menschen umgebracht. Die Opfer waren vorwiegend Tutsi, aber auch oppositionelle Hutu. Vergewaltigung wurde während des Genozids als Waffe eingesetzt. Heute sind viele Frauen über 35 Jahre HIV-positiv. Zwölf Jahre nach dem Genozid hat sich für die Menschen in Ruanda vieles verbessert. Die meisten Straßen sind wieder intakt. Schulen und Gesundheitszentren sind in einem einigermaßen guten Zustand. Doch an der Armut der ländlichen Bevölkerung hat sich wenig verändert. Und die Konflikte aus der Vergangenheit werfen lange Schatten in die Gegenwart. Deshalb stehen Friedens- und Versöhnungsarbeit im Mittelpunkt des Arbeit des LWB. Diese Arbeit unterstütz das Dekanat Ansbach mit der diesjährigen Sammlung.
Im Dekanat Ansbach wurden im letzten Jahr rund 95 000 Euro für die 47. Aktion „Brot für die Welt“ gespendet und damit ein Ernährungsprojekt in Äthiopien unterstützt.



