Buß- und Bettag: "Was zählt noch?"
Die Evangelische Kirche feiert den Buß- und Bettag und fragt: "Was zählt noch?" - Im Dekanat feiern Kirchengemeinden Sakramentsgottesdienste, veranstalten Kinderbibeltage und Abendgottesdienste. Regionalbischof Christian Schmidt bekennt: "Buß- und Bettag - ein Tag für lebensnotwendige Wahrheiten. Wir haben ihn heute notwendiger denn je."
Evangelische Christen feiern den Buß- und Bettag als Tag der Besinnung und Neuorientierung im Leben. Pfarrer Christian Fischer von der Aktion "Was zählt noch?" schreibt: "Diesmal geht es um das Wesentliche. Das, was zählt. In Deinem Leben und in meinem Leben. - Da mag die Gesellschaft jammern über Wirtschaftskrise und Bankerbonis, zum hundertsten Mal die große Debatte führen, welche Werte nun die wichtigen und richtigen sind. Am Buß- und Bettag wird das alles reduziert auf eine einfache Frage: Was ist Dir wichtig, das Wichtigste? Was zählt für Dich - noch? - Also: Ein paar Minuten Zeit nehmen, bitte. Und die Gedanken kreisen lassen. Wenn sie zur Ruhe kommen und Du Dich geborgen fühlst, kannst Du sicher sein: Du hast gefunden, worauf es ankommt. Du weißt, was für Dich zählt." Unter diesem Motto präsentiert dann die Evangelisch-Lutherische-Kirche in Bayern ihre Buß- und Bettags-Website: www.busstag.de.
"Der Buß- und Bettag ist für evangelische Christen ein Tag der Besinnung und Neuorientierung im Leben. Der Gedenktag dient dem Nachdenken über individuelle und gesellschaftliche Irrtümer wie beispielsweise Ausländerhass, Umweltzerstörung und die Ausgrenzung von Armen und Obdachlosen. Der Feiertag wurde vor einigen Jahren allerdings zum politischen Zankapfel: Der protestantische Buß- und Bettag, erstmals 1532 im mittelalterlichen Straßburg offiziell eingeführt, wurde 1995 zur Finanzierung der Pflegeversicherung in allen Bundesländern außer in Sachsen als gesetzlicher Feiertag ersatzlos gestrichen. Der Bußtag hat seinen festen Platz im kirchlichen Festkalender jedoch nicht verloren. Viele Gemeinden laden meist am frühen Abend zu Andachten ein, um so auch Berufstätigen die Teilnahme zu ermöglichen. Die hohe Resonanz auf dieses Angebot belegt, dass der Bußtag im Leben vieler Menschen nach wie vor tief verwurzelt ist.", so eine Meldung des Evangelischen Pressedienstes. Im Dekanat Ansbach feiern viele Kirchengemeinden an diesem Tag Sakramentsgottesdienste, wie zum Beispiel St. Johannis und St. Gumbertus um 9.30 Uhr. Dort findet auch ein gemeinsamer Kinderbibeltag statt, der dann mit einem Familiengottesdienst um 15 Uhr abgeschlossen wird. Andere Gemeinden bieten einen Abendgottesdienst an (siehe die Gottesdienstübersicht).
Der Regionalbischof des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg, Christian Schmidt, beendet sein Wort zum Buß- und Bettag emphatisch: "Buß- und Bettag - ein Tag für lebensnotwendige Wahrheiten. Wir haben ihn heute notwendiger denn je."
