Elpersdorf veranstaltet ökumenische Laurentiuswanderung

Die Elpersdorfer Kirchengemeinde veranstaltet an ihrem Kirchweihsonntag eine ökumenische Laurentiuswanderung mit Andacht und Einkehr anläßlich des 1750. Märtyrerjubiläums des Heiligen Laurentius
Die Evangelische Kirchengemeinde Elpersdorf feiert im Rahmen ihrer Kirchweih den 1750. Märtyrertag ihres Namenspatrons ihrer Kirche ungewöhnlich und ökumenisch. An Kirchweihsonntag, am 26. Oktober, lädt die Elperdorfer Kirchengemeinde alle Ansbacher Christen zu einer ökumenischen Laurentiuswanderung und einer Andacht mit anschließender Einkehr ein. Startpunkte der Sternwanderung sind ab 14 Uhr der Kindergarten in der Thomasstraße am Beginn des Dombachtales, der Anger in Meinhartswinden und der Kirchplatz in Schalkhausen. Um 15.30 Uhr findet dann ein Ökumenischer Gottesdienst in Elpersdorf statt, in dem des Heiligen gedacht und seine Bedeutung für den Glauben herausgestellt wird. Regionaldekan Hans Kern wird die Predigt halten. Nach dem Gottesdienst wird im Gasthof Rangau eingekehrt.
Die christlichen Kirchen gedenken im Jahr 2008 eines ihrer großen Heiligen. Am 10. August 258, also vor 1750 Jahren, erlitt der Diakon Laurentius in Rom den Märtyrertod. Viele Gotteshäuser in aller Welt tragen seinen Namen. In der Laurentiuskirche in Elpersdorf findet sich eine Darstellung des heiligen Laurentius' auf dem Schlussstein im Altarraum (Bild anbei).
Der Ortspfarrer Heinz Taeger erläutert die Elpersdorfer Laurentiusdarstellung und deren Bedeutung so: "In seiner Linken hält Laurentius das Evangelienbuch, die frohe Botschaft von Jesus Christus. Das ist für den Heiligen das Zentrum seines Lebens, die Mitte von Zeit und Welt. In der rechten Hand hält er den Rost, das Zeichen seines Martyriums. Kaiser Valerian ließ ihn darauf zu Tode foltern, weil er seinen Glauben an Gott, den Herrn, nicht verleugnen wollte. Laurentius ist mit dem Gewand des Diakons bekleidet. Wie Jesus selbst hat er sich den behinderten und kranken Menschen zugewendet und die leeren Hände der Armen mit Brot und Liebe gefüllt. In einer Welt, in der sich soviel um Profit und Verdienen dreht, konfrontiert uns Laurentius mit einer ganz anderen Haltung. Er ist Zeuge einer Gegenwelt, des Reiches Gottes. Das, was das Leben der Kirche ausmacht: Liturgie, Zeugnis und Diakonie kommt wie in einem Brennspiegel im Leben des Heiligen zusammen. Auch heute müssen diese Elemente zusammenkommen, wenn die Kirche leben und ihren Auftrag erfüllen soll. Und dieser Auftrag lautet heute nicht anders als im Jahr 258 nach Christus, nämlich: den Menschen Gottes Liebe und Wahrheit in Wort und Tat bezeugen."
Die Legende von Laurentius erzählt: Laurentius musste im Jahr 258 sterben. Der römische Kaiser Valerian, ein erklärter Gegner der Christen, verlangt die Herausgabe des Kirchenschatzes. Der Kaiser will das Geld - das aber hat Laurentius, der Diakon, schon an die Bedürftigen in der Gemeinde verteilt. Als er zum Kaiser zitiert wird, bringt er ihm stattdessen die "güldnen Gefäße, die ewigen Schätze der Kirche" mit: Alte, Behinderte, Kranke, Waisenkinder. Er sagt: "Siehe, das wahre Gold ist das Licht der Welt, Jesus Christus; diese aber sind des Lichtes Kinder und der wahre Schatz der Kirche, ihr Gold, Perlen und Edelgestein." Laurentius wird zum Feuertod verurteilt.