Meditation: Im finsteren Tal füreinander beten

Trauer über die Katastrophe von Lehrberg - Bild: www.church-up.de

Meditation von Regionalbischof Helmut Völkel im ökumenischen Gedenkgottesdienst in Lehrberg, 25.09.2006

Im finsteren Tal füreinander beten

Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück,
denn du bist bei mir;
dein Stecken und Stab trösten mich

Das finstere Tal, das sind die Erlebnisse der letzten Tage, die Erschütterung, die durch Lehrberg ging, der Tod, der Schmerz, die Schreie, die Tränen, das Unbegreifliche...

Das finstere Tal durchqueren braucht seine Zeit, die Bilder und Erlebnisse sind eingebrannt ins Gedächtnis. Sie laufen ab wie ein Film, immer wieder.

Es gibt keinen schnellen Trost für die, deren Angehörige von jetzt auf dann aus dem Leben gerissen wurden und für die, die alles verloren haben.

Da ist das nicht verstehen können", das nicht wahrhaben wollen, das untröstlich sein. Selbst die Sehnsucht nach Trost droht zu ersticken.

Und doch sind da
Hoffnung wider alle Hoffnung,
Glauben inmitten von Zweifeln,
Liebe im Chaos,
Gesten der Zuwendung ohne Worte,
Kaffee und Brotzeit für die Helfer.

Und irgendwo die Erinnerung an die Worte Jesu: "Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." Das Tal ist dunkel, aber wir sind nicht allein.

Weil das nun alles seine Zeit braucht ,
nehmen wir uns heute und in der nächsten Zeit die Zeit zum Beten für die, die es gegenwärtig nicht selbst können. Beten, das ist unsere Arbeit.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal fürchte ich kein Unglück ,
denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

Spendenkonto des Dekanats
GKV Ansbach
Stichwort "Hilfe für Lehrberg"
Sparkasse BLZ 765 500 00
Kontonummer: 251504